
Artikel zu Physiotherapie
Schwerelos in zehn Sekunden - Physiotherapie im Wasser
Wasser ist nicht nur Lebensgrundlage, Spaß und Faszination, sondern auch das ideale Therapieelement. Das wissen wir nicht erst seit Pfarrer Sebastian Anton Kneipp, der durch seine „Kneippkur" berühmt
wurde.
Die moderne Physiotherapie im Wasser ist aus der Heilbehandlung heute nicht mehr wegzudenken. Sie wird grundsätzlich nach der aktuellen körperlichen Konstitution ausgerichtet und durchgeführt. Schon bei Kindern bewirkt das Bewegen im Wasser oft eine schnellere Heilung von körperlichen und auch seelischen Problemen. Der Körper verliert unter Wasser fast 90% seines Gewichtes - sozusagen ist man nahezu schwerelos in 10 Sekunden. Daher können Bewegungen und Übungen mit geringstem Kraftaufwand mühelos ausgeführt werden.
„Wir Menschen kommen aus dem Wasser und deshalb fühlen wir uns im Wasser so wohl", erklärt Mirko Helbig, Meister für Bäderbetriebe und Inhaber des Centers für Aqua-Fitness und Physiotherapie im
Gräfenberger Hallenbad.
„Bei angenehmer Wassertemperatur, die 30-32 Grad betragen sollte, nutzen wir die physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Wassers wie Auftrieb, Strömungswiderstand und hydrostatischen Druck, um gezielt
Muskeln, Gelenke und die gesamte Mobilität zu animieren. Immer wird der gesamte Körper geschult", erklärt der Fachmann, der neben der neu geschaffenen Physiotherapie bereits seit Jahren Präventions-
und Aqua-Fitness-Kurse durchführt.
Physiotherapeuten bestätigen, dass die „Arbeit" im Wasser etwa zehn Mal so effizient sei wie an Land. Krankengymnastik im Wasser sei weiterhin die ideale Vor- und Nachbehandlung kleiner und größerer
Operationen, denn nur trainierte Muskulatur verhilft einem wieder auf die Beine.
„Natürlich müssen die Therapeuten gut geschult sein und die Räumlichkeiten passen", meint Helbig, „ viele Bäder sind durch die Fun-Ausrichtung nicht zur entspannten Behandlung geeignet. In Gräfenberg
haben wir ideale Voraussetzung, sodass wir auch die Kassenzulassung, d. h., die Genehmigung zur Behandlung auf Rezept, erhalten haben."

Artikel zu Babyschwimmen
Babyschwimmen - pure Freude an der Bewegung
Seit 1970 tummeln sich Babys mit ihren Eltern in unseren Hallenbädern und haben viel Genuss dabei. Babyschwimmen ist im eigentlichen Sinne das lustvolle Bewegen im bekannten Milieu.
Samstag, 10.00 Uhr. Acht Elternpaare bewegen sich mit ihren Babys, die zwischen vier und 10 Monate alt sind, in 32 Grad temperiertem Wasser. Ab und zu hört man ein Glucksen und Quietschen, denn es macht den kleinen Wassermäusen sichtlich Spaß, im warmen Wasser zu stramplen und mit den bunten Bällen zu spielen.
„Insgesamt zehn Stunden verbringen die Eltern mit ihren Kindern bei uns im Bad. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten werden gezielt Übungen durchgeführt, die den Babys und Eltern Spaß machen, die aber auch sehr positiv auf die Entwicklung des Kindes wirken", erklärt Mirko Helbig, Inhaber von CAP, Center für Aqua-Fitness und Physiotherapie im Hallenbad Gräfenberg. Er bietet seit Jahren Babyschwimmkurse an und kann die Studien, die es zu diesem Thema bereits gibt, nur bestätigen.
„Es handelt sich genau genommen um eine Form von Eltern-Kind-Gymnastik im Wasser, die die Bewegungssteuerung, die Koordinationsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn verbessern sollen. Nicht zu vergessen sind die Förderung der Konzentrationsfähigkeit, des Einfallsreichtums und der Intelligenzentwicklung des Kindes. Dies ergaben Langzeitstudien an „Babyschwimmern" gegenüber jenen, die nicht in diesen Genuss kamen ( DIEM, 1985)", sagt Helbig weiter.
Das Forscherduo Hermundur Sigmundsson und Brian Hopkins von der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim berichten ebenfalls im Fachmagazin „Child: Care, Helth and Development"
über die Wirksamkeit dieser Bewegungsstunden im Wasser.
Die Forscher waren besonders von den Ergebnissen beeindruckt, die den 19 Kindern gegenüber „Babynichtschwimmern" einen großen Vorsprung verschafften. Demnach schnitten sie bei Gleichgewichtsübungen,
Übungen zur Auge-Hand-Koordination und bei der allgemeinen Motorik deutlich besser als ihre Altersgenossen ab.
„Natürlich stimmt auch hier: Übung macht den Meister. Wer mit seinem Kind am Ball bleibt, kann sich auch schon früh über schwimmerische Grundfertigkeiten freuen", sagt Helbig, „wir haben viele Kinder, die regelmäßig zu uns nach Gräfenberg kommen und schon mit vier Jahren das Schwimmen erlernen."
Und was für Kinder gut ist, gelte im Übrigen auch für Erwachsene, so der Fachmann. „Das bewusste Erleben und Erspüren des Wassers in angenehmer Temperatur ist gesund, macht Freude und stärkt das Immunsystem."

Artikel zum Schulschwimmen in Gräfenberg
Positive Bilanz nach fünf Jahren - Kaum noch Nichtschwimmer unter den Schulkindern in Gräfenberg
Die Zahl der Nichtschwimmer im Raum Gräfenberg ist gesunken. Entgegen des Trends im Bundesgebiet können immer mehr Schülerinnen und Schüler im Raum Gräfenberg nach der Grundschulzeit schwimmen. Seit fünf Jahren läuft das neue Konzept für den Schulschwimmunterricht im Gräfenberger Hallenbad.
Studien zufolge können bundesweit 35 Prozent der Kinder nach der vierten Klasse nicht richtig schwimmen, obwohl das Ministerium für Unterricht und Kultus den Schwimmunterricht fest im Bildungsplan
verankert hat. Demnach sollten in der vierten Jahrgangsstufe nicht nur mindestens eine Schwimmtechnik, sondern auch Tauchübungen und das Schwimmen mit Flossen beherrscht werden.
„Diese Vorgabe ist mit dem traditionellen Klassenunterricht kaum realisierbar", erklärt Mirko Helbig, Schwimmmeister und Betreiber des Gräfenberger Hallenbades. „Deshalb haben wir 2006 für Schulen
ein besonderes Konzept erstellt, das der modernen Aquapädagogik entspricht und ermöglicht, Schulkindern einen nachhaltigen Schwimmunterricht zu bieten."
Opferrate steigt
Dass das Konzept aufgeht, lässt sich leicht an den Zahlen ablesen. Konnten im Jahr 2006 im Raum Gräfenberg noch nahezu 30 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen nicht schwimmen, liegt der Anteil der
Nichtschwimmer heute bei unter fünf Prozent.
„Schwimmen können macht Spaß, stärkt das Selbstvertrauen und schützt das eigene Leben", so Helbig und weist darauf hin: „Die steigende Opferrate durch Ertrinken ist für eine hoch entwickelte
Gesellschaft inakzeptabel!"
Seit fünf Jahren wird im Gräfenberger Hallenbad nach dem neuen Konzept moderner Schwimmunterricht abgehalten. Acht Schulen aus Gräfenberg, Igensdorf, Eckental und Heroldsberg nutzen diese Möglichkeit
und können positive Bilanz ziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier nicht nur Schwimmtechniken, sondern auch richtiges Verhalten im und am Wasser sowie Selbst- und Fremdrettung. So wird zum
Beispiel in der Winterzeit im Schwimmunterricht trainiert, wie man sich bei Eisunfällen richtig verhält, im Frühjahr wird verstärkt Kondition aufgebaut, um für die Freibadsaison fitt zu sein. Dieses
Jahr ist die Nachfrage so groß, dass das Gräfenberger Hallenbad für Schulen, Kurse und den öffentlichen Badebetrieb bis zum 31. Juli geöffnet bleibt.
Eltern positiv eingestellt
Gräfenberger Eltern freuen sich darüber: „Wir wollen, dass unser Kind genauso gut schwimmen kann wie Rad fahren oder Fußball spielen. Im Urlaub ist es uns wichtig sich darauf verlassen zu können, dass sich unser Kind im Wasser sicher und angstfrei bewegen kann."
Schon im Vorschulalter schwimmen lernen
Einige Eltern gehen noch einen Schritt weiter. Die Zahl der Anmeldungen für Kinderschwimmkurse in Gräfenberg steigt. So können viele Kinder bereits vor der Einschulung schwimmen und machen in der ersten Klasse stolz ihr Abzeichen „Seepferd" oder sogar das Bronzeabzeichen. „Wir sind froh, dass es neben Spaß- und Wellnessbädern auch noch Schwimmbecken wie in Gräfenberg gibt, in denen man anständig das Schwimmen lernen und auch schwimmen kann."
Kindergarten Gräfenberg vorbildlich
Besonders freut sich Schwimmmeister Mirko Helbig darüber, dass der Gräfenberger Kindergarten jedes Jahr mit seinen kleinen Wasserfreunden zum spielerischen Schwimmunterricht kommt. Das, so der
Fachmann, sei der beste Ansatz für die Sicherheit und die Freude im Wasser für unsere nachfolgenden Generationen.
Therapiehund LieselotteArtikel über Therapiehunde
Hallo, ich bin Lieselotte!
Ich bin 2 Jahre alt und somit das jüngste Mitglied im CAP-Team Gräfenberg! Ihr meint, das ist zu jung?
Keineswegs! Ich will früh anfangen, um viel zu lernen. Denn ich will mal ein guter Therapiehund werden. Ihr wollt wissen, was das ist?
Ein Therapiehund ist eigentlich ein ganz normaler Hund, der aber, wenn er ausgebildet wurde, gezielt in der tiergestützten, medizinischen Behandlung eingesetzt wird. Zum Beispiel in der
Physiotherapie, Ergotherapie oder Psychotherapie. Sogar in der Heilpädagogik und Sprachtherapie begeistern wir Kinder und Jugendliche.
Wusstet ihr, dass wir blutdrucksenkend und stressabbauend auf Menschen wirken? Oder dass Kinder, wenn wir bei ihnen sind, besser vorlesen? Das hat die Universität Leipzig (Prothmann und Ettrich) in
einer Studie herausgefunden.
Aber wir können noch mehr. Erfunden haben wir das nicht erst jetzt, denn uns gibt es schon seit vielen Hundert Jahren! Aber so richtig bekannt wurden wir erst durch die Delta Society. Seit 1977 gibt
es die Delta Society in den USA. Sie ist inzwischen die weltweit größte Organisation, die sich mit tiergestützter Therapie, tiergestützter Aktivität, Ausbildung von Tieren und Tierführern und mit der
heilenden Kraft von Tieren in der Mensch-Tier-Beziehung auseinandersetzt.
Die dort gewonnenen Daten werden wissenschaftlich untermauert und veröffentlicht. Mittlerweile gibt es mehr als 600000 Begleithunde und 14.000 Hundetrainer in Amerika. Die D.S. hat auch die
Einsatzmöglichkeiten der Tiere in Kategorien unterteilt. Ich soll z.B. ein Therapiehund für Kinder werden.
In Deutschland gibt es für uns den Verein: „Tiere helfen Menschen".
Geeignet für den Einsatz von Sozial- und Therapiehunden sind Tiere, denen man Gelehrigkeit und Konzentrationsstärke zuschreibt. Erst nach gründlicher Ausbildung dürfen wir uns „Therapiehund" nennen.
Die Anforderungen an einen Therapie- und Sozialhund sind hoch. Und wir müssen viel können!
Deshalb muss ich schon im Babyalter anfangen, zu trainieren. Ich muss auch einen Gesundheitspass haben und werde regelmäßig untersucht und getestet. Aber das macht mir nix aus, mir macht die Arbeit
mit Kindern Spaß! Wenn ich fertig ausgebildet bin, darf ich im CAP mitarbeiten - hauptsächlich mit Kindern - natürlich nur, wenn die Eltern einverstanden sind.
Mirko achtet auch immer darauf, dass ich mich nicht überfordere. Bei uns Therapiehunden gibt es nämlich auch das „Burnout". Echt! Wir dürfen nur 1-2 Stunden am Tag überhaupt arbeiten. Ich freu mich
schon auf die nächsten Stunden! Im Moment trainiere ich an Land, aber ich durfte auch schon einmal ins Wasser.
Wenn ihr mal Lust habt, mit mir zu trainieren oder mir zuzusehen, dann ruft doch einfach Mirko mal an, ich freu mich drauf! Allerdings bin ich selbst nicht im Bad - doch es wird mir ausgerichtet,
dass ihr angerufen habt!
Bis Bald!
Eure Lotte
Einsatzgebiete für Therapiehunde:
• für Familien zur Förderung von Kindern oder Unterstützung von Erwachsenen
• in Institutionen im Dienste der Gesundheit, Rehabilitation und Resozialisierung
• in Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens
• zur Unterstützung für Kinder mit Handicaps und in Behinderteneinrichtungen
• in Alten- und Pflegeheime
• Einsatz zur Menschenrettung zu Wasser und zu Lande
Wirkungsweisen durch Therapiehunde:
• Entspannung der Muskulatur
• tiefere Atmung
• taktile, auditive und visuelle Stimulation
• Appetitanregung
• Ablenkung von Schmerzen; dadurch Reduktion der Schmerzmedikation; Reduktion der Antidepressiva
• Förderung der Mobilität; erhöhte Motivation der Patienten, aus dem Bett aufzustehen; sich mit dem Rollstuhl zu bewegen, kurze Spaziergänge zu machen - dadurch Verbesserung motorischer
Funktionen
• Reduzierung von Blutdruck- und Atemfrequenz
• Kreislaufstabilität
• allgemeine Unterstützung der Genesung und schnellere Heilung
• Stressabbau und Verminderung von Ängsten und Panikzuständen

